Saubere Energie

Erneuerbare Energien in Deutschland.

Erneuerbare Energien sind DAS Fundament unserer Energieversorgung. Erfahr hier, wie Sonne, Wind & Co. Strom zu dir nach Hause liefern.

Laut BDEW kamen im 1. Halbjahr 2026 bereits 58 % des deutschen Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen – ein neuer Rekordwert und rund 3 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Welche erneuerbaren Energieträger gibt es? Welche Vorteile bieten sie im Vergleich zu fossilen Brennstoffen? Kann Strom zu 100 % aus erneuerbaren Energien kommen? Wir erklären's.

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Frau mit Solarmodul in den Händen im Garten

Definition: Was sind erneuerbare Energien?

Nahezu unerschöpflich und immer für uns da: Das sind erneuerbare Energien, auch bekannt als regenerative oder alternative Energiequellen. Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Erdgas basieren sie auf natürlichen Prozessen und Rohstoffen, die sich schnell erneuern können, wie Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme. Und daraus lässt sich ganz schön viel erzeugen – nämlich Ökostrom, Gas, Wärme und sogar Kraftstoff.

Erneuerbare Energien lassen sich in zwei Bereiche unterteilen:

  • fluktuierend, also schwankend bzw. flexibel nach dem Wetter, wie Sonne und Wind.

  • steuerbar und bedarfsorientiert, zum Beispiel aus Wasser, Biomasse und Geothermie.

Ein großer Vorteil: Die Nutzung von regenerativen Energien verursacht kaum klimaschädliche Emissionen gegenüber fossilen Energieträgern, was sie zu einem zentralen Baustein der Energiewende macht. Wir in Deutschland haben uns das ambitionierte Ziel gesetzt, bis 2045 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Und klar: Erneuerbare Energien spielen dabei eine entscheidende Rolle. Wind, Sonne, Wasser und Co. sollen schon 2035 fast vollständig unseren Stromverbrauch decken können

Mädchen sitzt auf den Schultern ihres Vaters und hält Windrad in der Hand

Vorteile und Herausforderungen.

Erneuerbare Energien bieten klare Vorteile gegenüber fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Gas: sie stehen dauerhaft zur Verfügung und verursachen bei der Energiegewinnung deutlich weniger Treibhausgasemissionen. Gleichzeitig erfordert ihr weiterer Ausbau moderne Stromnetze, ausreichende Speicherkapazitäten und hohe Investitionen in Infrastruktur. Um ihre Rolle für die Energiewende besser einordnen zu können, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Vor- und Nachteile erneuerbarer Energien:

Vorteile.

  • Schützen das Klima: Im Jahr 2024 sanken die Treibhausgasemissionen der Energiewirtschaft auf 183 Millionen Tonnen. 2025 gingen sie um weitere 1,5 % runter – langsamer als erwartet. Aber: Das ist eine Reduktion von klimaschädlichen Gasen gegenüber 1990 um 49 %. Ein wesentlicher Treiber ist der Ersatz von Kohle durch erneuerbare Energien.

  • Schonen unsere Ressourcen: Fossile Brennstoffe sind endlich. Sonne, Wind und Wasser stehen uns dagegen unbegrenzt zur Verfügung. Sie liefern Energie, ohne Ressourcen aufzubrauchen, und sorgen so dafür, dass auch zukünftige Generationen von Energie profitieren können.

  • Machen uns unabhängig: Durch den Ausbau erneuerbarer Energien machen wir uns unabhängiger von Energieimporten. Je mehr Energie wir hierzulande selbst erzeugen, desto weniger müssen wir im Ausland einkaufen. Das verringert das Risiko von Preissprüngen.

  • Bringen wirtschaftliche Vorteile: Der Ausbau erneuerbarer Energiequellen und der Betrieb von Anlagen in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr schaffen jede Menge Jobs. Die wichtigsten Sektoren: Handwerk, Bauwirtschaft und Industrie. Laut einer Studie arbeiteten dort 2023 über 406.000 Menschen.

  • Treiben die Technik voran: Je mehr erneuerbare Energien genutzt werden, desto stärker ist der technologische Fortschritt. Innovationen in der Photovoltaik, Windkraft und Energiespeicherung sorgen dafür, dass die Effizienz Jahr um Jahr steigt und Erneuerbare Energie immer günstiger werden.

Herausforderungen.

  • Bergen hohe Investitionskosten: Bis 2035 werden insgesamt etwa 600 Mrd. € für den Ausbau erneuerbarer Energien benötigt. Aber die Investitionen zahlen sich langfristig aus, denn die Energiekosten sinken durch die Nutzung nachwachsender Ressourcen. Und wir verringern Klimafolgekosten – die laut BMWK-Studie bis 2050 auf 70 Mrd. € pro Jahr ansteigen könnten.

  • Werden nicht überall akzeptiert: Windenergieanlagen und Solarfelder treffen manchmal auf Widerstand. Mit klaren Abstandsregeln und Umweltgutachten lässt sich aber die Auswirkung auf Mensch und Natur senken. Technologische Fortschritte bei Energiespeicher-Lösungen können außerdem für Versorgungssicherheit sorgen.

  • Brauchen eine exzellente Infrastruktur: Der Ausbau erneuerbarer Energien braucht eine 1A Infrastruktur für den Transport und die Speicherung von Strom und Wärme. Bedeutet konkret: Bestehende Strom- und Wärmenetze müssen modernisiert und erweitert werden. Neue technische und finanzielle Herausforderungen!

  • Müssen smarter werden: Smart Grids (intelligente Netze) und Smart Meter (intelligente Stromzähler) machen den Stromfluss besser steuerbar, glätten Spitzenlasten und gestalten die Nutzung von erneuerbaren Energien effizienter. Und wenn Sonne und Wind nicht so recht wollen, sorgen Speicherlösungen für genug Energie.

Welche fünf erneuerbaren Energien gibt es?

In Deutschland gibt es fünf Hauptquellen erneuerbarer Energie: Windkraft, Solarenergie, Wasserkraft, Bioenergie und Erdwärme. Wir stellen sie dir vor:

Ein Windrad mit Wiesen und einem Rapsfeld im Hintergrund

Windenergie.

Vereinfacht gesagt wandeln Windenergieanlagen die Kraft des Windes in elektrische Energie um. Gerade die Küsten und flachen Landschaften im Norden Deutschlands sind ideal für Windkraft geeignet. Ein gut ausgebautes Stromnetz und eine intelligente Infrastruktur sorgen dann dafür, dass die Energie bis in den Süden fließt. Steht der Windpark an Land, nennen wir ihn Onshore, auf dem Meer wird er Offshore genannt. Mit einem Anteil von rund 33,8 % an der Stromerzeugung ist Windkraft im Jahr 2026 bisher der mit Abstand wichtigste Energieträger. Im Vergleich zu 2025 stieg der Anteil in den ersten vier Monaten um rund 28,8 %.

Eines der größten Offshore-Windprojekte in der Nordsee sind die Windparks Hohe See und Albatros der EnBW. Jede Windturbine hat eine Leistung von sieben Megawatt (MW); das Projekt insgesamt 640 MW. Hohe See und Albatros können rein rechnerisch alle Haushalte der Stadt München mit Strom versorgen. Noch größer wird der Windpark He Dreiht: Mit 64 Turbinen kommt er auf 960 MW und versorgt nach Inbetriebnahme rein rechnerisch rund 1,1 Millionen Haushalte – komplett ohne staatliche Förderung. Ein kleiner Anteil kommt auch in deiner Steckdose an. Spürst du den frischen Wind?

Schafe grasen auf einer Wiese vor Solarzellen.

Solarenergie.

Wir unterscheiden bei der Solarenergie die Sonnenenergie, die zur Stromerzeugung genutzt wird, nämlich Photovoltaik, und jene zur Herstellung von Warmwasser, Solarthermie. Der Ausbau der Solarenergie fiel 2025 etwas geringer aus als im Jahr davor: laut Bundesnetzagentur 16,4 Gigawatt (GW), Agora schätzt 17,5 GW. Es sind jetzt knapp 117 GW Solarenergie in Deutschland installiert - produziert von rund 5,7 Millionen Solaranlagen. Spitzenreiter beim Zubau von Solaranlagen sind laut Bundesnetzagentur übrigens Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, wobei die meisten Anlagen auf dem eigenen Dach montiert werden.

Wenn es etwas kleiner sein soll, kannst du mit einer Balkonsolaranlage ins Solargeschäft einsteigen. Ende 2024 waren bereits rund 787.000 Balkonkraftwerke registriert – und seitdem geht es rasant weiter. Mittlerweile sind es bereits über 1,3 Millionen Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1,34 GW (Stand: April 2026). Allein 2025 kamen rund 430.000 neue Anlagen dazu – ein Plus von 23 % gegenüber dem Vorjahr. Das sind insgesamt 1,34 GW Leistung: genug, um 500.000 Haushalte mit Strom zu versorgen.

Wasserkraftwerk in Bayern von oben mit grünem Fluß Isar und Bäumen am Ufer

Wasserkraft.

Schon vor hunderten Jahren wurde Wasserkraft für den Betrieb von Mühlen eingesetzt. Auch heute nutzen wir die Energie des Wassers an Flüssen oder Talsperren. Bei den erneuerbaren Energien zeigt sich die Wasserkraft als 24-Stunden-Multitalent und produziert Ökostrom aus erneuerbarer Energie im Gegensatz zu Solar oder Wind rund um die Uhr. Wasserkraftwerke greifen aber im Vergleich zu anderen Energien stärker in die Natur ein. Deshalb sind nur modernisierte Kraftwerke mit Fischpässen, besseren Rechen oder fischfreundlichen Turbinen auch nachhaltig.

Bei der Wasserkraft sieht's etwas mager aus: In Deutschland stammten nur 3,5 % unseres erzeugten Stroms laut Strom-Report im Zeitraum von Januar bis Juni 2026 aus Wasserkraft. Im ersten Halbjahr 2026 gab es zu wenig Niederschlagsmengen. Hinzu kommt: Das Potenzial ist hierzulande weitgehend ausgeschöpft- Andere europäische Länder wie Norwegen, Albanien und Island decken ihren Strombedarf hingegen fast vollständig aus Wasserkraft.

Eine Hand streift gelbe Rapsblumen beim Gehen durch ein Feld.

Bioenergie.

Unter den Begriff Bioenergie fallen vielfältige Technologien zur Herstellung von Treibstoff, Strom und Wärme. Ihr Material: Biomasse! Ob extra angebaute Energiepflanzen wie Mais, altes Holz oder Abfälle aus der Biomülltonne - all das kann je nach Anlage und Rohstoff in verschiedene Energiearten verwandelt werden. Besonders ökologisch ist die Nutzung von Abfallbiomasse wie Gülle, Mist oder Pflanzenresten. Biogasanlagen, die daraus Biogas gewinnen, hast du sicher schon mal bei deinem:r Landwirt:in um die Ecke gesehen. Das Biogas wird wiederum in Blockheizkraftwerken zu Strom und Wärme umgewandelt.

Und der Anteil an Biomasse an unserer Energieerzeugung? Der lag bei der Stromgewinnung für Januar bis Juni 2026 bei 8 % – mehr als doppelt so viel wie Wasserkraft. Zudem stammten 10 % der Wärmeerzeugung aus Biomasse und 8 % aus Biomüll. Abfall sinnvoll nutzen und daraus Ökostrom erzeugen? Absolut!

Kaltwassergeysir im Naturschutzgebiet

Erdwärme.

Erdwärme, auch Geothermie genannt, nutzt die in der Erdkruste gespeicherte Wärme. Sie kann zum Heizen, Kühlen und zur Stromerzeugung verwendet werden und ist das ganze Jahr über zuverlässig verfügbar. Es gibt zwei verschiedene Arten: Oberflächennahe Geothermie nutzt Wärme bis 400 Meter Tiefe, wobei Wärmepumpen die Energie umwandeln. Diese Technik eignet sich gut für Privathaushalte. Tiefe Geothermie geht noch weiter, bis zu fünf Kilometer tief, und kann große Wärmenetze versorgen oder Strom erzeugen – ein spannendes Thema für Fernwärme und CO₂-Reduktion.

In Ländern wie den USA oder Indonesien ist Geothermie weit verbreitet. Bei uns in Deutschland wird Erdwärme vor allem zum Heizen mit Wärmepumpen genutzt. Und was sagen die Zahlen? 2025 kamen Solarthermie und tiefe Geothermie zusammen auf rund 5,4 % der erneuerbaren Wärmeerzeugung. Potenzial? Auf jeden Fall!

Anteil erneuerbarer Energien am Strommix.

Der Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland deckt im ersten Halbjahr über die Hälfte des deutschen Stromverbrauchs und ist ein wesentlicher Teil der Energieversorgung. Besonders im Strommix dominieren sie, aber auch im Wärme- und Verkehrsbereich nimmt ihr Anteil zu.

Grafik Anteil an erneuerbaren Energien bei Strom, Wärme und Verkehr von 2000 bis 2025 steigt kontinuierlich.

Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch.

Im Jahr 2025 stammten laut Statistischem Bundesamt (Destatis) 58,6 % des in Deutschland erzeugten Stroms (Bruttostromerzeugung) aus erneuerbaren Energien – also deutlich mehr als die Hälfte. Die Agora Energiewende nennt für 2025 einen Anteil von 55,3 % am tatsächlich verbrauchten Strom. Strom Report nennt 61,8 % für den Zeitraum Januar bis Juni 2026. Der Unterschied der Zahlen erklärt sich dadurch, dass nicht der gesamte erzeugte Strom auch im Inland verbraucht wird – ein Teil geht beispielsweise durch Netzverluste verloren oder wird ins Ausland exportiert. Fakt ist: Über die Hälfte des Stroms in Deutschland kommt aus Erneuerbaren Energien.

Windkraft blieb dabei der wichtigste Energieträger hierzulande und machte rund 31,5 % der gesamten Stromerzeugung aus. Die Stromproduktion aus Photovoltaik legte ebenfalls zu und erreichte fast 17 %. Insgesamt zeigt sich ein klarer Trend: Der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Strommix nimmt kontinuierlich zu.

Übrigens: 2024 war das erste Jahr, in dem keine Kernenergie mehr in Deutschland erzeugt wurde. Wenn du mehr über die aktuelle Stromerzeugung erfahren möchtest, schau doch mal auf die Plattform SMARD – einem Dienst der Bundesnetzagentur. Dort bekommst du aktuelle Informationen fast in Echtzeit!

Grafik Stromeinspeisung in Deutschland 2025: Anteil Erneuerbare Energien über 64%.

Erneuerbare Energien im Bereich Wärme & Verkehr.

Seit 2020 wächst der Einsatz erneuerbarer Energien auch im Wärmebereich, angetrieben durch höhere Gaspreise und die Installation neuer Wärmepumpen. 2025 lag der Anteil erneuerbarer Energien am Wärme- und Kälteverbrauch laut Umweltbundesamt bei 19 %, vor allem dank Biomasse wie Energieholz.

Geothermie und Umweltwärme wurden ebenfalls wichtiger und spiegeln die hohe Nachfrage nach Wärmepumpen wider. 2025 wurden laut Agora rund 300.000 Wärme­pumpen verkauft. Damit erreichten die neu installierten Heizungen einen Marktanteil von knapp 50 % und lagen erstmals vor Gaskesseln. Insgesamt wurden 2025 etwa 17 % der erneuerbaren Wärme aus Geothermie und Umweltwärme gewonnen. Im Verkehrssektor bleibt laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie der Anteil erneuerbarer Energien geringer, erreichte aber 2025 durch mehr Ökostrom aus erneuerbaren Energien und den verstärkten Einsatz von Elektrofahrzeugen 8%.

Eine Wärmepumpe steht vor heller Hauswand im Garten

Ausbaufähig: Erneuerbare Energie in Deutschland.

Bis 2030 soll erneuerbarer Strom mindestens 80 % des deutschen Stromverbrauchs decken. Dafür müssen Windkraft und Photovoltaik in den kommenden Jahren deutlich schneller ausgebaut werden als bisher. Ein ehrgeiziges Vorhaben, das nicht nur das Ende der Kohleverstromung einläutet, sondern auch zu einem vollständig auf erneuerbaren Energien basierenden Stromsystem bis 2035 führen soll.

Aber: Mit dem Wandel zur Elektrifizierung, vor allem in der Industrie, bei Heizungen und im Verkehr, wird unser Stromverbrauch weiter ansteigen. Was also tun? Bis 2030 sollen jedes Jahr bis zu 600 Terawattstunden (TWh) Strom aus Wind- und Sonnenkraft gewonnen werden. Eine ziemliche Herausforderung, denn das ist fast eine Verdoppelung des bisherigen Anteils.

Um diese Ziele zu erreichen, gibt es verschiedene Stellschrauben: Einerseits wird die technische Infrastruktur erweitert, andererseits gibt es Maßnahmen und Anreize, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Zudem braucht es mehr Effizienz beim Umgang mit Energie. Dann klappt's auch mit der Energiewende.

Frau in roter Bluse sitzt zuhause nachdenklich am Laptop

Was kostet Strom aus erneuerbaren Energien?

Photovoltaik und Windkraft an Land sind die günstigsten Stromquellen in Deutschland. Das Fraunhofer Institut hat im Juli 2024 eine umfassende Studie zu den Stromgestehungskosten erneuerbarer Energien veröffentlicht:

  • Photovoltaik: ca. 4–14 Cent/Kilowattstunde (ct/kWh)

  • Windkraft auf dem Land: ca. 4–9 ct/kWh

  • Windkraft auf dem Meer: ca. 6–10 ct/kWh

  • Feste Biomasse: ca. 11–23 ct/kWh

  • Biogas: ca. 20–32 ct/kWh

Als Endkund:in zahlst du mehr, da zwischen Stromgestehungskosten und dem Preis an der Steckdose einiges liegt: Netzentgelte, Steuern, Umlagen und der Vertrieb. Aus all diesen Kosten setzt sich der Strompreis zusammen. Und das ist eine gute Nachricht: Denn je mehr Strom aus Wind und Sonne kommt, desto weniger abhängig sind die Preise von teuren fossilen Rohstoffen. Das stabilisiert langfristig auch den Strompreis.

Junge Frau sitzt entspannt auf einem Liegestuhl und ruht sich auf einem Flachdach mit Solaranlage aus.
Eine Frau steht vor einer grünen Wand aus Pflanzen, ihr Kopf wird von den Blätter umrahmt.

Gute Energie heißt auch: Verantwortung.

Seit 2026 sind wir B Corp-zertifiziert – ein anerkannter Standard für nachhaltiges Wirtschaften. Unser Ökostrom kommt zu 100 % aus erneuerbaren Quellen. 90 % Wasserkraft, 10 % Solarenergie aus Europa. Außerdem arbeiten wir auf Netto-Null-Emissionen bis 2040 hin, mit klaren Zielen und messbaren Schritten.

Auch in deinem Alltag gibt es Möglichkeiten,
Energie bewusster zu nutzen: Ob mit selbst erzeugtem Solarstrom, einer effizienten Wärmepumpe, elektrischer Mobilität oder mit einem besseren Überblick über den eigenen Energieverbrauch mit der Yello App. Was davon zu dir passt, entscheidest natürlich du.

100 % erneuerbare Energien: Ist das möglich?

Aktuell ist 100 % erneuerbarer Strom noch Zukunftsmusik. Aber: Bis 2035 soll unser Strom in Deutschland komplett aus erneuerbaren Energien kommen und wir verabschieden uns von fossilen Brennstoffen. Bis 2045 soll sogar unsere gesamte Energie vollständig regenerativ sein.

Aktuell sieht es gut aus: Der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix wächst und wächst. An sonnigen und windigen Tagen decken wir unseren Strombedarf schon heute komplett erneuerbar – stark, oder? Doch die Natur spielt nicht immer mit: Es gibt auch Tage, an denen kaum Wind weht und sich die Sonne nicht blicken lässt – sogenannte Dunkelflauten.

Damit die Stromversorgung zuverlässig bleibt, braucht’s also mehr als den Ausbau von Windenergie- und Solaranlagen. Zum Beispiel neue Speicher-Technologien wie Batterie- oder Wasserstoffspeicher, die Energie zwischenspeichern und später abgeben können. Genauso wichtig: Ein modernes Stromnetz, das den erzeugten Strom effizient transportiert. Auch über Ländergrenzen hinweg: Per Stromhandel lassen sich Überschüsse und Engpässe einfach besser ausgleichen.

100 % erneuerbare Energien gehen aber nur mit dem Rückhalt aus der Gesellschaft. Oft gibt’s Vorbehalte, wenn neue Stromnetze oder Anlagen errichtet werden sollen. Aber ein Blick ins Ausland zeigt, dass es geht: Länder wie Island, Norwegen oder Albanien erzeugen ihren Strom bereits heute fast vollständig aus erneuerbaren Energien.

Und Deutschland? Einige Studien halten 2035 für machbar, andere sehen den vollständigen Umstieg eher in der Mitte des Jahrhunderts. Am Ende entscheiden alle gemeinsam: der politische Wille, die gesellschaftliche Akzeptanz, der technische Fortschritt und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Eine Windenergieanlage und Solarpark im Blumenfeld

Hol dir eigenen Strom nach Hause. Zehn Tipps.

Laut Agora Energiewende wollen über 80 % der Deutschen einen Beitrag zur Energiewende leisten. Und das ist möglich, sogar wenn du kein Dach für die Installation einer PV-Anlage hast:

  1. Hol dir Ökostrom.
    Denn
    Ökostrom ist nicht teurer als konventioneller Strom und stammt zu 100 % aus erneuerbaren Energien.

  2. Solar vom Balkon.
    Mit einem
    Balkonkraftwerk kannst du Strom selbst produzieren – sogar als Mieter:in und ganz ohne Vorkenntnisse.

  3. Photovoltaik aufs Dach.
    Für dein Dach lohnt sich eine Solaranlage zur Stromerzeugung. Mit
    Stromspeicher bist du bis zu ca. 80 % autark!

  4. PV fürs Mehrfamilienhaus.
    Solarstrom kannst du dir auch mit Nachbarn teilen, als Mieterstrom oder gemeinschaftliche Gebäudeversorgung.

  5. Heizen mit Solarthermie.
    Mit Solar-Kollektoren kannst du deine Heizung supporten und dein Wasser erhitzen. Ganz einfach vom Dach.

  6. Wärmepumpe einbauen.
    Wärmepumpen ziehen zwei Drittel ihrer Energie aus Luft, Wasser oder Erdwärme. So kannst du im Vergleich zu einer Gas- oder Ölheizung CO₂ und Heizkosten sparen.

  7. Ran ans Fernwärmenetz.
    Ist deine Wohnung angeschlossen, kannst du Fernwärme aus erneuerbaren Energien nutzen. Ganz ohne Gas und Öl.

  8. Beteiligung an Projekten.
    Du kannst bei einem Projektfond mitmachen oder dich an einem Bürgerwindpark in deiner Nähe beteiligen.

  9. Bewusst investieren.
    Ob Wertpapiere, Aktienfonds oder ETF: Viele Anlage-Möglichkeiten mit Nachhaltigkeitskriterien (z. B. nach ESG-Standards) warten auf dich. Lass dich am besten beraten.

  10. Energie der Zukunft.
    Strom-Sharing-Plattformen oder Quartierslösungen mit erneuerbaren Energien stärken die Gemeinschaft und halten spannende Ideen bereit.

Fazit: Die Zukunft der Energie ist erneuerbar.

Erneuerbare Energien sind das Herzstück der Energiewende: verursachen bei der Erzeugung kaum CO₂-Emissionen, praktisch unerschöpflich und zunehmend wichtiger für die Stromversorgung. Im ersten Halbjahr 2026 stammten rund 58 % des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien. Windkraft bleibt die wichtigste Energiequelle in Deutschland. Gleichzeitig erreicht die Solarenergie immer neue Rekorde: Im Mai 2026 speisten Photovoltaikanlagen fast 11 TWh Strom ins Netz ein und lieferten rund 32,5% der öffentlichen Nettostromerzeugung. An sonnigen und windigen Tagen kann das Stromangebot die Nachfrage sogar übersteigen. Dann kommt es zu negativen Strompreisen. Good to know: Mit einem dynamischen Stromtarif kannst du davon profitieren.

Gleichzeitig zeigen schwankende Erzeugung und steigende Strompreise in Phasen mit wenig Wind, wie wichtig Speicher, Flexibilität und ein stabiles Energiesystem für das Gelingen der Energiewende sind. Zudem bleibt das Ausbaupotenzial groß: Windenergie liegt noch hinter den Ausbauzielen und auch in den Bereichen Wärme und Verkehr besteht Nachholbedarf. Hinzu kommen geopolitische Entwicklungen am Energiemarkt, die die Themen Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit stärker in den Fokus rücken.

Umso wichtiger wird der Ausbau erneuerbarer Energien – ob durch eigene Solaranlagen, Ökostrom aus erneuerbaren Energien oder Wärmelösungen auf Basis erneuerbarer Quellen. Jede Entscheidung zählt auf dem Weg zu unserer Energiezukunft.

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