Saubere Energie

Energiewende 2026: Wo steht Deutschland?

Die Energiewende ist mehr als Windparks und Solardächer: Sie entscheidet, wie unabhängig, bezahlbar und treibhausgasneutral Deutschland bis 2045 wird.

Wir stecken mittendrin in der Energiewende. Denn Klimaschutz ist eine globale Aufgabe – und Deutschland will bis 2045 treibhausgasneutral sein. Aber was muss neben Strom- und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien noch passieren? Wir zeigen dir, wo die Energiewende in Deutschland 2026 wirklich steht, welche Ziele bis 2045 gelten und was die neue EEG-Novelle für dich bedeutet.

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Mädchen läuft mit buntem Windrad durch einen Windpark

Energiewende erklärt: Ziele und Bedeutung.

Wir tauschen unsere altgedienten fossilen Energieträger gegen erneuerbare Energien aus. Wir nutzen unsere Energie sparsamer – intelligente Stromzählern unterstützen beispielsweise automatisch. Manche von uns erzeugen ihren Strom einfach selbst, während andere E-Autos nutzen, die im Vergleich zu Verbrennern geringere CO₂-Emissionen verursachen. Klingt nach Science-Fiction? Nein, das ist die Energiewende, und wir stecken mittendrin.

In Deutschland wollen wir bis 2045 treibhausgasneutral werden. Dazu decken wir unseren Energiebedarf hauptsächlich aus Wind, Wasser, Sonne, Erdwärme und nachwachsenden Rohstoffen. Doch es geht nicht nur darum, WOHER wir unsere Energie beziehen, sondern auch darum, WIE wir sie nutzen und wie viel davon. Das Zauberwort lautet: Effizienz! Denn die beste Energie ist die, die gar nicht erst verbraucht wird.

Die Energiewende ist also Treiber für Energieeffizienz, Modernisierung, Netzausbau und jede Menge Innovationen. Sie bringt Digitalisierung in die Strom- und Wärmeversorgung und sorgt dafür, dass wir Energie sicher, mit weniger Emissionen als durch fossile Energieträger und wirtschaftlich erfolgreich nutzen können. Ready to go?

Keine Wende ohne erneuerbare Energien.

Die Grafik zeigt, wie sich der Anteil erneuerbarer Energien für Strom, Wärme und Verkehr in den letzten Jahren entwickelt hat. Während sich die Erneuerbaren im Stromsektor kontinuierlich nach oben arbeiten, schleicht die Entwicklung von Energie aus erneuerbaren Quellen im Bereich Wärme und Verkehr nur langsam voran.

Grafik Anteil an erneuerbaren Energien bei Strom, Wärme und Verkehr von 2000 bis 2025 steigt kontinuierlich.

Warum die Energiewende so wichtig ist.

  1. Klimaschutz: Let's save the planet!
    Die Energiewende ist unser Trumpf im Kampf gegen den Klimawandel. Weniger CO₂-Emissionen bedeuten, dass wir die Erderwärmung bremsen und unsere Erde für kommende Generationen bewahren können. Und mal ehrlich: Wer würde das NICHT wollen?

  2. Erneuerbare Energien: Energie für die Ewigkeit.
    Stell dir vor, wir hätten unerschöpfliche Energiequellen, die immer und immer wieder genutzt werden können. Das ist keine Fantasie, das ist Realität – mit erneuerbaren Energien! Sie sind unerschöpflich verfügbar und werden uns auch in Zukunft nie ausgehen.

  3. Umweltschutz: Unsere Natur braucht uns.
    Weniger Umweltverschmutzung durch schädliche Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger und mehr Schutz für unsere natürlichen Lebensräume – das ist ein direkter Benefit der Energiewende.

  4. Wirtschaftliche Vorteile: Jobs und Innovationen.
    Technologien aus erneuerbaren Energien sind Jobmotoren! Durch die Energiewende entstehen neue Arbeitsplätze und es wird investiert. Das bringt nicht nur frischen Wind in die Wirtschaft, sondern sorgt auch dafür, dass wir technologisch vorne mitspielen.

  5. Gute Luft: Für bessere Gesundheit!
    Energie aus erneuerbaren Quellen reduziert Luftverschmutzung durch Feinstaub und Stickoxide, die typischerweise bei der Verbrennung fossiler Energieträger entstehen. Das ist auch gut für unsere Gesundheit. Weniger Luftverschmutzung heißt weniger Atemwegserkrankungen. Bessere Lebensqualität für uns alle inklusive!

  6. Lebensqualität rein: Städte neu denken.
    Städte wie Kopenhagen und Paris zeigen, wie man Klima-Herausforderungen zukunftsorientiert meistert: Urban Gardening, Kreislaufwirtschaft, Verkehrswende. Weniger Lärm, weniger Abgase – mehr Raum für Menschen und ein gesünderes Leben.

  7. Unabhängigkeit: Frei von fossilen Importen.
    Deutschland ist als Land mit wenigen eigenen Rohstoffen auf Öl und Gas aus anderen Ländern angewiesen. Erneuerbare Energien machen uns unabhängig von Importen aus anderen Ländern und stärken unsere Eigenständigkeit.

  8. Bezahlbare Energie: Gut für den Geldbeutel.
    Erneuerbare Energien sind günstig, denn sie benötigen keine teuren Rohstoffe. Außerdem sinken durch mehr Energieeffizienz die Kosten im Haushalt. Super! Nicht zu vergessen die
    CO₂-Steuer!

Eine Frau lädt ein weißes Elektroauto und hält ein Ladekabel in der Hand - im Hintergrund ist eine Solaranlage

Energiewende: Das sind die Erfolgsfaktoren!

Damit die Energiewende gelingt, müssen die energiebedingten Treibhausgas-Emissionen deutlich sinken. Schließlich entstehen rund 83,5 % der deutschen Treibhausgas-Emissionen im Energiesektor. Um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, braucht es daher nicht nur mehr erneuerbare Energien, sondern auch weitere wichtige Erfolgsfaktoren.

Illustration einer Hand, die ein Windrad hält

Erneuerbare Energien: Wichtige Voraussetzung.

Erneuerbare Energien sind die Rockstars der Energiewende! Sie erzeugen kaum Treibhausgase, verbessern die Luftqualität, machen uns unabhängiger von Stromimporten und sind unendlich verfügbar. Wind, Sonne, Wasser und Co. sollen bis 2030 mindestens 80 % unseres Stromverbrauchs decken. Erfreulich: Schon heute decken erneuerbare Energien 58 % unseres Stromverbrauchs. Auch wir als Verbraucher:innen können einen Beitrag leisten, zum Beispiel, indem wir auf Ökostrom aus erneuerbaren Energien wechseln oder Solarstrom selbst produzieren — entweder mit einer Balkon-Solaranlage oder im großen Stil mit Photovoltaik vom eigenen Dach.

Illustration einer Katze, die auf einer Wärmepumpe liegt

Wärmewende: Heizen und dämmen mal anders.

Viel diskutiert und nicht mehr wegzudenken: die Wärmewende. Denn jedes Haus und jedes Gebäude braucht langfristig eine Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien. Im Gebäudesektor liegt ein riesiges Einsparpotenzial. Der größte Hebel? Der Umstieg von veralteten Öl- und Gasheizungen auf moderne und effiziente Wärmepumpen. Zudem tragen eine energieeffiziente Bauweise und energetische Sanierungen erheblich zur CO₂-Einsparung bei. Und warum nicht ganze Stadtviertel mit Wärme aus erneuerbaren Quellen versorgen? Fernwärme, Großwärmepumpen sowie Solar- und Geothermie können neue Schlüsseltechnologien sein. Hier ist die kommunale Wärmeplanung gefordert.

Illustration E-Auto lädt zuhause an einer Wallbox

Verkehrswende: Jetzt einsteigen und Gas geben.

Öffentliche Verkehrsmittel ausbauen, Elektroautos attraktiver und günstiger machen und Mobilität für alle bezahlbar gestalten: All das trägt zu mehr CO-Reduktion im Verkehr bei. Allerdings ist der Verkehrssektor das Sorgenkind bei der Erreichung unserer deutschen Klimaziele. Ob im Fern- und Nahverkehr oder bei der Anzahl der E-Autos — wir haben bislang nur den ersten Schritt getan, um die Treibhausgase im Verkehr bis 2045 auf null zu senken. Stell dir vor, wie viel weniger Luftverschmutzung es gäbe , mit weniger Verbrennern auf der Straße! Und wie viel weniger Lärm und Stress gäbe es, wenn mehr Menschen mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs wären? Das zahlt ja auch aufs Gesundheitsplus ein, oder?

Junge Frau mit Kopfhörern steht vor U-Bahn
Illustration von zwei Händen mit Fadenspiel

Stromnetze: Ausbau für die Energiewende.

Damit Strom aus erneuerbaren Energien zuverlässig dort ankommt, wo er gebraucht wird, braucht es neben Speichern leistungsfähige Stromnetze. Das ist wichtig, weil Wind- und Solarstrom oft weit entfernt von den Verbrauchszentren erzeugt werden – etwa in Offshore-Windparks an Nord- und Ostsee. Für ein stabiles Netz müssen Erzeugung und Verbrauch jederzeit im Gleichgewicht sein. Um Überlastungen zu vermeiden, drosseln Netzbetreiber bei Bedarf einzelne Anlagen vorübergehend (Redispatch). Diskutiert wird derzeit, ob für neue Anlagen in stark ausgelasteten Netzgebieten künftig geringere Entschädigungen gelten sollen, wenn mehr als 3 % des erzeugten Stroms abgeregelt werden.

Illustration eines Smart Meters = Intelligentes Messsystem oder kurz iMSys

Digitalisierung: Der Weg zu smarter Energie.

Für die Energiewende brauchen wir nicht nur nur Energie aus erneuerbaren Quellen, sondern auch flexible Stromnetze und eine intelligente Stromverteilung. Schließlich muss Energie immer fließen, egal ob gerade viel oder wenig Strom aus erneuerbaren Energien im Netz ist. Außerdem stellen Photovoltaikanlagen, Wallboxen oder Wärmepumpen neue Anforderungen an das Netz. Smart Grids (intelligente Netze) und Smart Meter (intelligente Stromzähler) helfen dabei, Angebot und Nachfrage automatisch zu steuern. Und was passiert, wenn Sonne und Wind mal nicht liefern? Kein Problem: Moderne Speicherlösungen können den überschüssigen Strom speichern und später bereitstellen.

Illustration einer Hand, die an der Heizung dreht

Energieeffizienz: Weniger Energie, volle Power.

Wichtig: Wir wollen in Deutschland nicht nur CO-ärmer, sondern auch sparsamer werden. Damit ist nicht nur das Sparen beim Stromverbrauch und beim Heizen gemeint, sondern auch die Modernisierung von Kraftwerken und die Nutzung energieeffizienter Motoren und Prozesse. Eine Top-Technologie für bessere Energieeffizienz ist übrigens die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), bei der die Abwärme der Stromerzeugung, zum Beispiel aus einer Biogasanlage, sinnvoll genutzt wird. Und auch du kannst etwas tun: Indem du alte, wenn auch liebgewonnene Stromfresser wie Kühlschrank, Fernseher und Co. durch ein sparsames Gerät mit besserer Effizienzklasse ersetzt.

Die wichtigsten Zukunftsziele Deutschlands.

Für die Energiewende hat die Bundesregierung klare Ziele festgelegt. Das Hauptziel: Bis 2045 wollen wir in Deutschland klimaneutral sein. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es konkrete Maßnahmen in verschiedenen Bereichen sowie Zwischenziele bis 2030. Eines der wichtigsten Ziele, das du bestimmt kennst: Bis 2030 wollen wir die Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zu 1990 um 65 % senken. Hier ein Überblick über die wichtigsten Ziele der Energiewende:

Übrigens: Ausführlichere Infos zum aktuellen Stand der Energiewende findest du bei Agora Energiewende oder im aktuellen BDEW Fortschrittsmonitor. Aktuelles Zwischenfazit: In allen 3 Sektoren (Wärme, Strom, Verkehr) sind weitere Fortschritte notwendig, wobei in den Sektoren Wärme und Verkehr am dringendsten gehandelt werden muss.

Zielwerte für Deutschland

bis 2030

bis 2045

Treibhausgas-Emissionen

Reduktion der Treibhausgase (ggü. 1990)

-65 %

-100 %

Erneuerbare Energien

Anteil erneuerbarer Energien am Brutto-Endenergie­verbrauch

40 %

60 %

Anteil erneuerbarer Energien am Brutto-Strom­verbrauch

80 %

100 %

Energie-Effizienz

Reduktion des Primär­energie­verbrauchs (ggü. 2008)

-39,3 %

-57 %

Reduktion des Endenergie­verbrauchs (ggü. 2008)

-26,5 %

-45 %

Steigerung der Energie­produktivität

2,1 % pro Jahr

Investitions­bedarf bis 2030

721 Mrd. €

Wie viel Strom kommt 2025 aus Erneuerbaren?

Gute Nachrichten: Der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch lag 2025 laut BDEW bei 55,8 % – und damit sogar knapp über dem geplanten EEG-Ziel. Absoluter Spitzenreiter war die Photovoltaik mit einem Rekordzubau von 17,6 GW. Bei der Windenergie kommt zwar langsam Schwung rein, aber da geht definitiv noch mehr, um die Ziele zu erreichen.

 Kleines Mädchen läuft durch ein Kornfeld mit Windenergieanlagen

So sieht der Status quo der Energiewende aus.

Wir stecken mittendrin in der Energiewende: Die Treibhausgas-Emissionen sind 2025 erneut gesunken, aber nur noch marginal – um 0,1 % gegenüber 2024. Insgesamt konnten bis einschließlich 2025 Emissionsminderungen von rund 48 % gegenüber 1990 realisiert werden. Die CO₂-Emissionen fielen auf 649 Millionen Tonnen. Wir halten unsere nationalen Klimaziele aktuell ein, obwohl bei Verkehr und Gebäuden die Emissionen gestiegen sind. Grund dafür: ein höherer Kraftstoff- sowie Öl- und Erdgasverbrauch zum Heizen, obwohl in beiden Bereichen mit E-Auto und Wärmepumpe Technologien mit geringeren CO₂-Emissionen bereitstehen. Der Kohleausstieg ist für spätestens 2038 geplant und die letzten Kernkraftwerke wurden 2023 bereits abgeschaltet.

Ziele und Status der Energiewende in Deutschland 2024
Quelle: Yello 2024

Highlights.

  • Weniger Emissionen: Die deutschen Treibhausgas-Emissionen lagen 2025 0,1 % unter Vorjahresniveau laut Agora Energiewende und sind damit auf 649 Millionen Tonnen CO₂ gesunken – der niedrigste Stand seit 70 Jahren. Ein wichtiger Fortschritt im Kampf gegen den Klimawandel und zeigt, dass Maßnahmen wirken können.

  • Viel Strom aus erneuerbaren Energien: Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch liegt 2025 bei 55,8 %. Besonders beeindruckend: 5,7 Millionen Photovoltaikanlagen sind Stand Januar 2026 in Deutschland installiert. Und auch Windenergieanlagen produzierten erneut mehr Strom als Braun- und Steinkohlekraftwerke zusammen.

  • Mehr Wärmepumpen: 299.000 Heizungswärmepumpen wurden 2025 Jahr verkauft, die Förderanträge für Wärmepumpen sind deutlich angestiegen. Mit einem Marktanteil von knapp 50 % etablierte sie sich erstmals als beliebteste Heiztechnologie bei neu verkauften Wärmeerzeugern.

  • Bye bye Ölheizung: 2025 stammen etwa 14,3 % unseres Stroms aus Braun- oder Steinkohle. Gleichzeitig wird die Ölheizung zunehmend durch Alternativen mit geringeren CO-Emissionen ersetzt. Nur noch 17,1 % der Wohnungen heizten 2025 mit Öl. Kein Wunder: Die Heizkosten stiegen laut Heizspiegel 2025.

Lowlights.

  • Ziele im Verkehr deutlich verfehlt: Der Verkehrssektor hat auch 2025 die Klimaziele verfehlt: Der Anteil erneuerbarer Energien lag erst bei mageren 8 %, während die Treibhausgas-Emissionen bei 146 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten deutlich über dem Zielwert von 73 Millionen Tonnen bis 2030 liegen. Aber: Die Zahl der öffentlichen Ladepunkte ist 2025 auf rund 201.000 angestiegen!

  • Fossile Heizungen dominieren weiter: Mit einem Anteil von nur 19 % erneuerbarer Wärme bleibt die Wärmewende hinter den Zielen zurück. Zwar soll die neue Bio-Treppe den Einsatz biogener Brennstoffe in Gas- und Ölheizungen ab 2029 schrittweise erhöhen, doch Kritiker:innen bezweifeln, dass dies für die Klimaziele ausreicht. Wärmepumpen gewinnen zwar an Bedeutung, sind bislang aber erst in rund 5,4 % der Haushalte installiert.

  • Die Finanzierung bleibt ungelöst: Wer bezahlt die Energiewende? Trotz Fortschritten beim Ausbau erneuerbarer Energien bleibt die Finanzierung vieler Maßnahmen eine zentrale Herausforderung. Zwischen den aktuellen Entwicklungen und den Klimazielen für 2030 besteht weiterhin eine erhebliche Investitionslücke, die Politik, Wirtschaft und Verbraucher gemeinsam schließen müssen.

Wie du die Energiewende unterstützen kannst.

Zwei Wärmepumpen in einem grünen Hinterhof vor Haus mit Terrasse und Balkon

Die Energiewende gelingt nicht nur durch politische Entscheidungen und neue Gesetze. Auch im Alltag kannst du dazu beitragen, Energie zu sparen, CO₂-Emissionen zu reduzieren und erneuerbare Energien zu nutzen. Diese Maßnahmen haben den größten Hebel:

  • Strom aus erneuerbaren Energien: Wechsel zu Ökostrom aus erneuerbaren Energien und senk deinen Stromverbrauch. Achte auf Geräte der Energieeffizienzklasse A und ersetz alte Energiefresser. Mit einer Balkonsolaranlage machst du deinen Strom aus erneuerbaren Energien selbst. Willst du dir die aktuelle Einspeisevergütung sichern, solltest du noch 2026 handeln.

  • Dynamische Stromtarife: Hast du schon mal über einen dynamischen Stromtarif nachgedacht? Dein Strompreis richtet sich beim dynamischen Tarif nach dem aktuellen Börsenpreis. Ist viel Strom aus erneuerbaren Energien vorhanden und die Nachfrage gering, sinken die Preise. Jetzt ist für dich der beste Zeitpunkt, dein E-Auto zu laden oder Stromfresser anzuschalten.

  • Wärmepumpe und Fernwärme: Du heizt noch mit Gas oder Öl? Dann steig jetzt auf eine Wärmepumpe um – die Förderung ist höher denn je. Wo das nicht geht, ist Fernwärme aus erneuerbaren Energien eine Alternative. Und schon einfache Thermostate können deinen Verbrauch um etwa 10 % senken.

  • Dämmung: Wärme drin, Kosten runter! Eine gute Dämmung deines Hauses spart zwischen 25 und 75 % Heizenergie. Das macht freut auch deinen Geldbeutel. Eine richtige Dämmung hält zudem Schimmel und Feuchtschäden in Schach, denn die braucht wirklich niemand.

  • E-Mobilität und Öffis: Mobil und CO-arm: Mit einem E-Auto fährst du emissionsärmer als mit einem Verbrenner. Oder: Steig öfter auf die Bahn um, das Deutschland-Ticket macht es bezahlbar und bequem. In der Stadt bist du mit dem E-Bike oder E-Scooter eh viel schneller unterwegs.

  • Investment in erneuerbare Energien: Leg dein Geld zum Beispiel in Fonds mit Nachhaltigkeitskriterien an. Achte darauf, dass diese Fonds konsequent Unternehmen meiden, die fossile Energien fördern. Und die Rendite? Laut Stiftung Warentest können nachhaltige Fonds und ETF durchaus mit ihren konventionellen Konkurrenten mithalten.

Langfristig ist die Sache klar: Mehr erneuerbare Energien bedeuten für uns weniger Abhängigkeit von teuren Gas- und Ölimporten – und das sorgt mittelfristig für stabilere Preise. Wenn du zusätzlich selbst aktiv wirst und dir eine Solaranlage oder Wärmepumpe zulegst oder einen dynamischen Stromtarif nutzt, kannst du deinen Energieverbrauch noch viel gezielter steuern.

Frau fährt mit ihrem Kind lachend auf dem Fahrrad eine Straße entlang

Diese Gesetze treiben die Energiewende voran.

Damit die Energiewende nicht nur ein Wunschtraum bleibt, gibt es Gesetze und Fördermittel, die unter anderem den Ausbau erneuerbarer Energien oder der Stromnetze erleichtern. Diese Regeln gelten nicht nur für die Wirtschaft und Industrie, sondern auch für dich als Privatperson. Denn jeder Beitrag zählt! Das sind einige der wichtigsten Gesetze und Programme, die die Energiewende untermauern:

Illustration einer Hand, die einen Joystick festhält und steuert.

GEG und EEG bekommen ein Update.

Aus dem GEG wird das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Die Pflicht, neue Heizungen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien zu betreiben, fällt weg. Gas- und Ölheizungen bleiben erlaubt, müssen jedoch ab 2029 über die sogenannte Bio-Treppe schrittweise höhere Anteile erneuerbarer Brennstoffe nutzen. Ziel bleibt, dass Heizungen ab 2045 ohne Emissionen betrieben werden. Gleichzeitig hat die Bundesregierung eine EEG-Novelle auf den Weg gebracht. Diese sieht vor, die feste Einspeisevergütung für neue Solaranlagen künftig stärker durch marktorientierte Modelle zu ersetzen. Die endgültigen Regelungen stehen noch unter dem Vorbehalt der parlamentarischen Beratung.

Energiewende: Kosten und Nutzen erklärt.

Die Energiewende kostet laut BDEW-Fortschrittsmonitor rund 721 Mrd. € an Investitionen bis 2030. Gleichzeitig verursacht der Klimawandel bereits heute hohe wirtschaftliche Schäden: Schon zwischen 2000 und 2021 richtete der Klimawandel laut damaliger Bundesregierung Schäden von mindestens 145 Mrd. € in Deutschland an.

Jedes weitere Hinauszögern kann zu Klimaeffekten führen, bei denen nur schwer abzusehen ist, welche Folgeschäden sie haben werden. Forschende erwarten bis zur Mitte des Jahrhunderts Schäden zwischen 280 und 900 Mrd. €. Als Land und über die Ländergrenzen hinaus müssen wir weiterhin in Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen sowie die Anpassungen an den Klimawandel investieren, um die Folgekosten möglichst gering zu halten.

100 Mrd. € aus dem Sondervermögen der aktuellen Bundesregierung für den Klima- und Transformationsfonds (KTF) sollen zusätzliche Investitionen in Maßnahmen wie den Ausbau erneuerbarer Energien und Netze, Gebäudesanierungen, Elektromobilität, Wasserstoffwirtschaft und Dekarbonisierung der Industrie ermöglichen, um die Klimaneutralität Deutschlands zu erreichen. Die Investitionen von 721 Mrd. € bis 2030 könnten für eine Bruttowertschöpfung von über 52 Mrd. € jährlich sorgen. Und schließlich: Die Energiewende verringert die Abhängigkeit von Rohstoffimporten und Preisschwankungen.

Ein junger Mann steht in einem Feld aus gelben Blumen, hinter ihm ein Windrad

Fazit: Mut zur Energiewende lohnt sich.

Der neue Fortschrittsmonitor 2026 von BDEW macht Mut, zeigt aber auch, wo es noch hakt. Photovoltaik legt mit 17,6 GW Rekordzubau im Jahr 2025 beeindruckend zu. Wärmepumpen sind erstmals die Nummer eins beim Heizungskauf. EU-Ziel für E-Ladestationen? Längst geknackt. Technologisch läuft's also.

Doch das Tempo reicht noch nicht: Die Treibhausgase sanken 2025 gegenüber 2024 um gerade mal 0,1 % – ab 2026 müssen es jährlich über 7 % sein. Besonders bei Verkehr und Wärme muss jetzt deutlich mehr passieren.

Drei Dinge sind dabei entscheidend: schneller Netzausbau, verlässliche Solarförderung trotz wackelnder Einspeisevergütung – und wie die von der Bundesregierung beschlossenen neuen Gaskraftwerke tatsächlich eingesetzt werden. Sie sollen ab 2031 nur als Reserve einspringen, wenn Wind und Sonne nicht ausreichen, müssen von Anfang an wasserstofffähig sein und spätestens 2045 vollständig auf erneuerbare Brennstoffe umgestellt sein. Ob das der richtige Weg ist, wird kontrovers diskutiert. Entscheidend wird sein, ob der ab 2032 geplante Kapazitätsmarkt Versorgungssicherheit und Klimaziele tatsächlich in Einklang bringt. Dazu kommt flexiblere Stromnutzung: Strom dann verbrauchen, wenn er da ist. Stichworte: Smart Meter und §14 a.

Die gute Nachricht: Investitionen in die Energiewende sind die klügere Wahl. Sie machen unabhängig von teuren Importen und Strom aus erneuerbaren Energien wird langfristig immer günstiger.

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