Energiemarkt

Energie­preis­bremsen: Was du 2026 wissen musst.

Erinnerst du dich noch? 2023 halfen die Strom- und Gaspreisbremsen beim Sparen – doch wie genau eigentlich? Warum ist die Energiepreisbremse auch 2026 noch wichtig? Wir sagen´s dir!

Was für eine Zeit „damals“: Die Energiepreise stiegen 2022 und 2023 stark, doch die Strom- und Gaspreisbremse brachte Entlastung für private Haushalte und kleine Unternehmen. Auch wenn die Maßnahmen zum Jahresende 2023 ausliefen, lohnt sich ein Blick darauf, was dir das damals gebracht hat. Denn noch heute gilt: Dein wichtigster Check ist die Jahresabrechnung! Sie zeigt, ob dich die Preisbremse spürbar entlastet hat. Wir erklären dir, was hinter den Preisbremsen steckte.

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Vater und Sohn sitzen am Tisch im Wohnzimmer und füllen Sparschwein auf

Die Strom- und Gaspreisbremse im Überblick.

2022 schossen die Energiepreise durch die Decke! Strom und Gas wurden für fast alle zur Herausforderung – eine Folge des Ukraine-Kriegs und der sinkenden Gaslieferungen aus Russland. Besonders der hohe Gaspreis ließ auch die Stromkosten steigen. Die Lösung? Die Strom- und Gaspreisbremse der damaligen Bundesregierung Sie wurde eingeführt, um Haushalte und Unternehmen finanziell zu entlasten und so für mehr Sicherheit zu sorgen. Im Koalitionsvertrag zum Beschluss der Strom- und Gaspreisbremse hieß es:

"Die Preisbremsen sollen die steigenden Energiekosten und die schwersten Folgen für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Unternehmen abfedern." Mehr zu den beschlossenen Maßnahmen der Bundesregierung.

Die Preisbremsen entlasteten viele Verbraucher:innen deren Verbrauchspreise oberhalb eines festgelegten Preises (Referenzpreis) vertraglich vereinbart waren, für einen Teil des Verbrauchs durch einen monatlichen Entlastungsbetrag. Konkret: Ein fester Preis pro Kilowattstunde für 80 % des erwarteten Jahresverbrauchs. Bei Gas waren das 12 Cent pro Kilowattstunde und bei Strom 40 Cent pro kWh. Bedeutet: Diese 12 bzw. 40 Cent galten als Obergrenze, selbst wenn dein eigentlicher Tarif deutlich darüber lag. Wer mehr verbrauchte, zahlte den jeweils vereinbarten Preis. Wer weniger verbrauchte, sparte. Das galt für das Jahr 2023.

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Laufzeit und Wirkung der Energiepreisbremsen.

Private Haushalte und kleine Unternehmen konnten dank der Strom- und die Gaspreisbremsen durchatmen. Ein volles Jahr Energie-Rettungspaket: Die Entlastung trat aufgrund einer Rückwirkung schon ab dem 1. Januar 2023 in Kraft und wurde bis zum 31. Dezember desselben Jahres gewährt. Pünktlich zum Jahreswechsel 2023/2024 waren die Strom- und Gaspreisbremsen vorbei.

Warum gab es keine Verlängerung der Energiepreisbremsen? Die Lage am Energiemarkt entspannte sich und die Preise normalisierten sich langsam. Außerdem nahm der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix bis heute deutlich zu, was zu günstigeren Preisen führte. Kein akuter Notfall mehr, keine Notwendigkeit für staatliche Hilfe. Seit dem 1. Januar 2024 galt also wieder der bisherige Preis, den du mit deinem Anbieter ausgehandelt hast.

Junger Mann steuert Smart Beleuchtung von Tablet aus in seiner Wohnung

Deine Fragen zur Energiepreisbremse einfach erklärt.

Die Details der Preisbremsen.

Wie wurde die Strompreisbremse berechnet?

Wie wurde die Gaspreisbremse berechnet?

Jahresabrechnung auf Preisbremse prüfen.

War meine Abrechnung mit Preisbremse korrekt?

  • Vorjahresverbrauch checken! Die Strom- und Gaspreisbremse galt für 80 % deines Vorjahresverbrauchs. Prüfe in deinen Unterlagen, ob diese 80 %-Grenze korrekt berechnet wurde und ob der Vorjahresverbrauch richtig übernommen wurde – besonders nach Umzug, Gerätewechsel oder veränderter Lebenssituation.

  • Rückwirkende Bremse überprüfen! Die Entlastung galt zwar offiziell ab März 2023, aber rückwirkend für das ganze Jahr – also auch für Januar und Februar. Kontrolliere, ob diese Monate mit gedeckelten Preisen abgerechnet wurden und ob die Entlastung in deinem März-Abschlag steckt, vor allem wenn du Anfang 2023 den Anbieter gewechselt hast.

  • Abschläge und Endabrechnung vergleichen: Hast du monatliche Abschläge gezahlt, die die Preisbremse schon berücksichtigt haben, muss das in deiner Jahresabrechnung 2023 klar erkennbar sein. Dein Versorger muss transparent zeigen, welche kWh zum gedeckelten Preis und welche zum regulären Tarif berechnet wurden. Bei Yello sind Zeiträume mit und ohne Preisbremse separat ausgewiesen.

Eine junge Frau sitzt mit ihrem Laptop am Tisch und prüft Papiere und Rechnungen
Illustration von einem Mann mit Ausrufezeichen

Beispielrechnung mit Preisbremse.

So wurden deine Energiekosten berechnet:
Angenommen dein prognostizierter
Jahresstromverbrauch lag bei 3.000 kWh und normalerweise hast du 50 Cent pro kWh gezahlt. Dann half dir die Strompreisbremse diesen Betrag zu senken. Und zwar so:

  • Du bekamst 80 % deines prognostizierten Jahresverbrauchs, also 2.400 kWh, zu einem gedeckelten Preis von 40 Cent pro kWh. Das bedeutete, dass du pro kWh 10 Cent gespart hast,

  • Aufs Jahr gerechnet ergab sich eine Ersparnis von 240 €, um deine Energiekosten zu reduzieren.

  • Ohne die Bremse wären deine jährlichen Verbrauchskosten bei 3.000 kWh ganze 1.500 € gewesen. Doch dank der Entlastung hast du "nur" 1.260 € bezahlt.

  • Die monatliche Ersparnis wurde sofort in deinen Abschlag eingerechnet, sodass du Monat für Monat weniger zahltest.

Energiepreisbremsen: Tipps für Mieter:innen.

Du bist Mieter:in und fragst dich, ob du damals auch von den Preisbremsen profitiert hast? Hier erfährst du die wichtigsten Punkte:

Auch Mieter:innen gingen nicht leer aus: Sie erhielten die Entlastung über die Nebenkostenabrechnung oder eine Heizkostenpauschale. Die abschließende Berechnung dieser Entlastungen fand in der Jahresabrechnung 2023 statt. Wichtig: Vermieter:innen waren verpflichtet, die reduzierten Kosten an die Mietparteien weiterzugeben. Der Grundpreis deines Strom- und Gasvertrags blieb von all dem unberührt.

Energiesparen zahlt sich immer aus.

Lehren für Haushalte 2026 mit der Preisbremse.

Die damalige Zeit hat deutlich gemacht, wie stark Energiepreise von Gasimporten, Kriegen, dem CO₂-Preis und weltweiten Märkten abhängen können. Wer aus der Energiepreisbremse gelernt hat, setzt heute stärker auf Effizienz und erneuerbare Energien. Das senkt Kosten und macht unabhängiger von „Preisschocks“. Damals konnten die Preise bei Strom und Gas zum Glück zeitweise gedeckelt werden.

2026 ist klar: Die künstlich begrenzten Energiepreise von damals sind vorbei. Haushalte, wie deiner, müssen Verbrauch und ihre Tarife wieder aktiv im Blick behalten. Dazu gehören Investitionen in effizientere Geräte und damit aktives Strom- und Gassparen oder ein Tarif-, Produkt- oder Anbieterwechsel oder das Nutzen von Energiespar-Apps. Denn auch in Zukunft können Energiepreise schwanken.

Fazit: Energieausgaben heute klüger planen.

Die gesetzlich festgelegten Preisbremsen für Gas und Strom sind zum 31. Dezember 2023 ausgelaufen. Diese Maßnahmen der Bundesregierung hatten zum Ziel, die drastischen Preisanstiege der Jahre 2022 und 2023 abzufedern. Mithilfe von Preisdeckeln – 12 Cent pro kWh für Gas und 40 Cent pro kWh für Strom – wurden private Haushalte und Unternehmen entlastet. Der Deckel galt jeweils für 80 % des Vorjahresverbrauchs. Good for you: Dein Energieanbieter hat das damals automatisch für dich berücksichtigt.

2026 liegen die meisten Tarife unter den damaligen Deckelwerten der Energiepreisbremse. Was heute konkret für dich günstiger ist, hängt von deinem aktuellen Vertrag ab. Nutze die Chance, um weitere Einsparpotenziale zu entdecken! Ein Wechsel zu einem günstigeren Energietarif, idealerweise zu Ökostrom oder einem flexiblen Stromtarif kann sich richtig lohnen. Auch der Einsatz energieeffizienter Technologien wie eine Photovoltaikanlage, ein HEMS oder der Umstieg auf moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen und entsprechendem Wärmestromtarif sind clevere Schritte, um deine Energiekosten langfristig zu senken.

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