Wechselstrom, Gleichstrom - Unterschied (einfach) erklärt.
Ohne Strom geht gar nichts! Aber welche Stromart kommt denn aus der Steckdose und wie unterscheiden sich Wechsel- und Gleichstrom? Wir erklären´s dir!
Strom ist nicht gleich Strom! Welcher Strom kommt aus deiner Steckdose und welche Unterschiede gibt es? Kurz gesagt: Wir unterscheiden Wechselstrom (AC), der periodisch seine Richtung ändert, vom Gleichstrom (DC), der konstant in eine Richtung fließt. Batterien und Akkus funktionieren z.B. mit Gleichstrom. Wechselstrom hingegen fließt aus unseren Steckdosen. Erfahre jetzt mehr über AC/DC Strom!
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AC/DC: Wechselstrom versus Gleichstrom.
Nein, es geht hier heute nicht um eine bekannte Rockband, sondern um den Unterschied zwischen Gleichstrom und Wechselstrom. Ganz unmusikalisch, dafür maximal wissenschaftlich, denn der Unterschied zwischen Gleich- und Wechselstrom lässt sich bei einem Blick auf die Elektronen und ihre Bewegungsrichtung leicht erkennen. Beim Gleichstrom fließen die Elektronen immer „gleich“ in eine Richtung, während sie beim Wechselstrom ihre Richtung wechseln – und zwar periodisch!
Was ist Gleichstrom?
Gleichstrom (englisch ,,direct current", kurz DC) fließt dauerhaft in dieselbe Richtung. Die Elektronen wandern vom Minuspol zum Pluspol. Er kommt vor allem bei Batterien, Akkus und Solaranlagen vor. Handys und Laptops werden mit Gleichstrom geladen, den das Netzteil aus dem Wechselstrom umwandelt.
Was ist Wechselstrom?
Wechselstrom (englisch ,,alternating current", kurz AC) wechselt periodisch die Richtung. Plus- und Minuspol tauschen dabei ständig die Rollen. Aus der Steckdose kommt Wechselstrom mit 230 Volt und 50 Hertz (Hz): 50 Schwinungen pro Sekunde, also 100 Richtungswechsel. Die meisten Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Lampe oder Föhn laufen damit. Der Vorteil: Transformatoren ändern die Spannung einfach und günstig, deshalb lässt sich Strom effizient über weite Strecken transportieren.
Was kommt aus meiner Steckdose: G oder W?
Aus deiner Steckdose fließt Wechselstrom. Übrigens mit einer Spannung von 230 Volt. Diese Voltzahl gilt für die allermeisten Geräte, die wir täglich nutzen – also beispielsweise die Kaffeemaschine, den Föhn oder den Kühlschrank.
Geräte, bei denen eine effizientere Energieübertragung notwendig ist, benötigen hingegen 400 Volt, der auch Drehstrom oder Dreiphasenstrom genannt wird. Apropos drei: verwechseln kannst du die Geräte mit den unterschiedlichen Voltzahlen nicht, denn 400-Volt-Anschlüsse besitzen drei stromleitende Phasen, haben also drei sichtbare Stifte am Stromstecker. Elektroherde, Waschmaschinen oder Saunaöfen benötigen beispielsweise oft 400 Volt.
Warum fließt in unserem Stromnetz Wechselstrom?
Der Grund dafür, dass in unserem Stromnetz hauptsächlich Wechselstrom fliest ist folgender:
Wechselstrom lässt sich in konventionellen Kraftwerken leichter und in großer Menge erzeugen → Gleichstrom muss erst umgewandelt werden
Die Spannung von Wechselstrom kann während des Transports flexibel mit Transformatoren angepasst werden
Für sehr lange Stromtransportstrecken (z. B. von Offshore-Windparks in den Norden zu südlichen Regionen) ist jedoch Gleichstrom besser geeignet
Gleichstrom gilt außerdem als effizienter, da bei seiner Übertragung weniger Energieverluste als bei Wechselstrom auftreten

Warum kommen 230 Volt aus der Steckdose?
230 Volt Spannung bei Haushalts-Steckdosen sind ein europäischer Kompromiss. Deutschland, Österreich und die Schweiz setzten zunächst auf ein Netz mit 220 Volt, im Vereinigten Königreich betrug die Netzspannung 240 Volt. In den USA, Kanada, Mexiko und einigen nördlichen Staaten Südamerikas gelten dagegen bis heute 120 Volt. 1983 legte Europa schließlich eine Standardspannung von 230 Volt fest, auf die ab 1987 schrittweise umgestellt wurde. Dahinter steckt also kein Zufall, sondern eine europaweite Einigung.
Geräte nutzen Gleichstrom oder Wechselstrom.
Kleine elektronische Geräte benötigen meist Gleichstrom (DC) und haben daher ein Netzteil, das den Wechselstrom (AC) in Gleichstrom umwandelt. Ist kein Netzteil vorhanden, sorgt ein integrierter Akku für Gleichstrom. Smartphones sind typische Gleichstromgeräte – ebenso wie Laptops, Fernseher und akkubetriebene Geräte. Auch eine Photovoltaikanlage erzeugt Gleichstrom, der für das Haus erst in Wechselstrom umgewandelt wird.
Größere Haushaltsgeräte wie Kaffeemaschinen, Kühlschränke oder Klimaanlagen nutzen direkt den Wechselstrom, wie er aus der Steckdose kommt. Und das Elektroauto? Es speichert und nutzt Gleichstrom, kann aber über einen On-Board-Charger oder eine Wallbox mit Wechselstrom aus der Haushaltssteckdose geladen werden – das nennt sich AC-Laden. Schneller geht es an einer Schnellladestation, die das Auto direkt mit Gleichstrom versorgt – das DC-Laden.
Ein kurzer Blick in die Bedienungsanleitung oder auf das Typenschild des jeweiligen Gerätes verrät dir meist sofort, welcher Strom und welche Spannung benötigt werden. Gut zu wissen: Manche Geräte können sogar automatisch zwischen Wechsel- und Gleichstrom umschalten. Du hast Zweifel? Der Hersteller des jeweiligen Gerätes hilft dir bestimmt weiter.

Ja, was denn nun? Darum lieber Wechselstrom.
Fast die komplette Stromversorgung von heute basiert auf niederfrequentem Wechselstrom und Drehstrom. Wechselstrom hat den großen Vorteil, dass Spannung und Strom mit Transformatoren easy angepasst werden können – und das sogar mit nur minimalen Verlusten beim Auf- und Abregeln.
Dieses Feature ist essenziell für unser Stromnetz. Denn: Es ermöglicht, Kraftwerke – auch die Wind- und Solaranlagen – sowie Verbraucher ganz leicht mit dem Übertragungsnetz zu koppeln. Im Kraftwerk erhöht ein Transformator dann die moderate Generatorspannung auf hunderte Kilovolt.
Das Ergebnis: Eine effiziente Übertragung über Hochspannungsleitungen. Bei uns Verbraucher:innen wird die High-Voltage durch weitere Transformatoren übrigens wieder in Mittel- oder Niederspannung umgewandelt. Halten wir fest: Am Ende des Tages ist es eigentlich egal, welcher Strom uns versorgt, solange er zuverlässig verfügbar ist, oder?
Das zeichnet Wechselstrom aus.
Wechselstrom darfst du dir wie einen ziemlich schnellen und vor allem permanenten Tanz der elektrischen Spannung vorstellen. Hierzulande bedeutet das: 50 Richtungswechsel pro Sekunde, in der die Spannung zwischen 325 Volt und -325 Volt hin und her schwingt. Schnell – sagen wir ja!
Auch wenn die Spannung mal durch die Decke geht, der europäische Durchschnitt von 230 Volt bleibt konstant wie bei einer spannungsstabilen Stromquelle. Doch warum dann der ständige Richtungswechsel? Er ermöglicht einen effizienten Energie Flow und ist einer der Gründe, warum wir in unseren gemütlichen vier Wänden hauptsächlich auf Wechselstrom setzen.
Höherer Aufwand bei Gleichstrom.
Auf den ersten Blick scheint auch Gleichstrom ausschließlich Vorteile zu haben, schließlich benötigt er keine Transformatoren für die Reise vom Kraftwerk zu Verbraucher:innen und die Verluste bei der Übertragung sind auch viel niedriger als beim Wechselstrom.
Aber Aufwand und Kosten für eine hohe Gleichspannung sind bei Gleichstrom sehr hoch. Und: Gleichstrom in Wechsel- oder Drehstrom umzumünzen, ist technisch 'ne harte Nuss, während sich Wechsel- und Drehstrom ganz easy per Gleichrichter in Gleichstrom verwandeln lassen – auch wenn heutzutage bereits modernste Wechselrichter mit minimalen Verlusten am Start sind.

So rockt AC/DC deine Stromversorgung.
Ganz egal wie der Strom bei dir ankommt, er versorgt dich mit Energie! Dabei unterscheiden wir zwischen zwei Stromarten: Wechselstrom (AC) wechselt periodisch die Richtung, Gleichstrom (DC) fließt konstant in eine Richtung. Aus der Steckdose kommt für die meisten Geräte Wechselstrom mit 230 Volt und 50 Hertz. Nur besonders leistungsstarke Geräte wie Elektroherde benötigen 400 Volt (Drehstrom). Gut zu wissen ist dennoch: Auch Geräte mit Gleichstrom können an die normale Steckdose angeschlossen werden und haben dafür ein Netzteil, in dem der Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt wird.
Beide Stromarten erlauben uns die vielfältige Nutzung elektrischer Energie im Alltag. Noch mehr Spaß macht es dann sogar, wenn wir wissen, wie es funktioniert, oder?
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